Die Frauen-Nationalmannschaft hat bei der WM in China das Halbfinale erreicht. Der Titelverteidiger spielt am kommenden Mittwoch (26.9., ab 14 Uhr MESZ/live in der ARD und bei Eurosport) gegen Norwegen. Für das Team von Silvia Neid geht es nun endlich in die entscheidende Turnierphase. Kaum eine Woche ist es her, da besuchten auch acht Frauen von 1899 Hoffenheim das mit 1,3 Milliarden Einwohnern bevölkerungsreichste Land der Erde.
Bana, Chantal, Christine, Jessica, Lisa, Sandra, Vanessa und Veronika gehörten vom 7. bis 18. September zu einer achtzehnköpfigen Auswahl, die von Trainerlegende und Chinaexperte Klaus Schlappner zusammengestellt und trainiert wurde.
Das Reiseziel der Auswahl war die Hafenstadt und wichtigste Industriestadt Chinas, Shanghai. Die Mädels verbrachten hier abwechslungsreiche Tage, an denen sie sowohl die sportliche Herausforderung gegen Chinas Meistermannschaft suchten aber auch viele unvergessliche Momente abseits des Sportplatzes erleben durften.
Sportlich verlief es gegen die überlegenen Chinesinnen trotz gezielter Vorbereitung in Deutschland und täglicher Trainings in Shanghai nicht so gut. Die beiden Spiele gegen Shenur Shanghai gingen mit 0:8 und 1:4 verloren aber wie Lisa resümierte, steigerte sich „der zusammen gewürfelte Haufen“ deutlich im zweiten Spiel gegen einen Gegner, der sogar eine ehemalige Olympiateilnehmerin in seinen Reihen hatte.
Sportlich und weltmeisterlich ging es dann auch im Stadion von Shanghai zu. Die Truppe um Klaus Schlappner konnte hier die WM-Eröffnungsfeier und die beiden ersten Gruppenspiele der Deutschen Nationalmannschaft live verfolgen. Ein Erlebnis besonderer Art war sicher das Zusammentreffen mit dem amtierenden Weltmeisterinnen beim Abschlusstraining, bei dem auch Zeit für einen kurzen Austausch und gemeinsame Fotos mit den Idolen blieb.
Wen man in China ist, muss man natürlich auch Land und Leute, sowie die Kultur kennen lernen. Auch hierfür blieb den
Mädels reichlich Zeit. So besuchte die Gruppe einen Buddhatempel und war zu Gast bei einer Artistikshow. Beeindruckende Bilder mit der Skyline Shanghais fotografierten alle bei einer Hafenrundfahrt. Auf dem kulturellen Programm stand ebenfalls noch der Besuch eines großen Chinesischen Gartens und von dem 468 Meter hohen Fernsehturm erhielten die Fußballerinnen einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Nach Aussage einer Spielerin war dieser zumeist leider durch den Smoke getrübt und die Sonne schaffte es nur einmal in zehn Tagen sich zu zeigen.
Eine tägliche "Notwendigkeit" - in China aber sicher auch immer wieder ein Erlebnis ist die Essensaufnahme. „Damit es auch mal was gescheites zu essen gibt“ war auch ein in Europa bekanntes Pizza Restaurant zweifache Anlaufstelle. Die chinesischen Restaurants waren trotz netter Gesellschaft, wie zum Beispiel die Gegnerische Elf aus China, doch sehr gewöhnungsbedürftig. Dies lag sicher nicht allein an der Tatsache, dass insgesamt nur vier Kabeln
vorhanden waren.
Alles in allem war es eine erlebnisreiche Zeit in einer fremden Kultur. Als Erinnerung bleiben viele Fotos (eine Auswahl ist unter der Rubrik „Aktuell“ zu finden) und „echte, gefälschte Klamotten“, die sehr günstig in einem riesigen Einkaufsmarkt von den Mädels erstanden wurden. Mit den Hobbys hält man es bei einem Besuch in China eben auch nicht anders als zuhause in Baden…….
Schön euch wieder unter uns zu haben - "haut rein" und zeigt was ihr könnt!