Alles selbst in der Hand!
In der EnBW-Oberliga ist nach den ersten beiden von drei Entscheidungsspielen noch keine Entscheidung in Sachen Meisterschaft und Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft gefallen.
Sindelfingen und Hoffenheim haben beides weiter selbst in der Hand, Freiburg muss hoffen, dass die 1899er das letzte Spiel am Mittwoch um 19.00 Uhr zuhause gegen den VfL nicht gewinnen.
Aber genau das wollen und werden die Hoffenheimerinnen. Nach der unglücklichen 1:2 Niederlage am Sonntag in Freiburg setzt das Team auf seine Heimstärke. Zuhause noch ohne Verlustpunkt reicht ein einfacher Sieg gegen die Württembergerinnen, um zumindest als Vizemeister zu der schon drei Tage später stattfindenden Süddeutschen nach Ulm zu fahren. Gewinnt 1899 mit zwei Toren Differenz hätte die Mannschaft ihren Meistertitel erneut verteidigt.
In der Vorrunde der abgelaufenen Saison konnte der VfL Sindelfingen mit 3:1 bezwungen werden und Hoffe wird alles dran setzen, um diesen Erfolg zu wiederholen.
Bei der Niederlage in Freiburg wäre mehr drin gewesen – erst zwei Minuten vor dem Abpfiff konnte der SC den Siegtreffer erzielen und zumindest die Hoffnung auf den 2. Platz hochhalten.
Bereits nach knapp zehn Minuten stand es im Freiburger Schönbergstadion 1:0 für die Gastgeber. Freiburg agierte von Beginn an aggressiv und drückte auf den frühen Führungstreffer, der ihnen dann nach einem Eckball von der rechten Seite per Kopf auch gelang. Hoffenheim zeigte sich beeindruck und fand nur langsam ins Spiel. Die Freiburgerinnen ließen nur wenige Einschussmöglichkeiten in der eigenen Defensive zu. 1899 kam zwar zu Torraumsszenen, scheiterte jedoch spätestens an der Torhüterin des SCF.
Entschlossen, das Spiel zu drehen gingen die Gäste von Hoffe in die zweite Halbzeit. Das Engagement wurde bereits nach vier Minuten belohnt. Jacqueline Claus setzte nach Assist durch Jennifer Schlee gekonnt durch und spielte sich im Strafraum frei – überlegt schoss sie unhaltbar links oben zum Ausgleich ein: 1:1 (44.). Das Spiel war wieder offen. Kein Team gab sich mit dem Remis zufrieden und so entwickelte sich mit fortschreitender Spieldauer ein offener Schlagabtausch. Chancen auf beiden Seiten - doch die meisten überhastet oder vereitelt. Lange blieb spannend, ob doch irgendwann ein Angriff belohnt werden und das Spiel zugunsten eines Teams entscheiden würde. Die Antwort gab es in der 78. Spielminute. Die weit aufgerückte Hoffener Defensive wurde durch einen schnellen Konter überspielt und ein strammer Schuss, unhaltbar an die Unterkante der Latte, besorgte den Endstand zum 2:1. Den folgenden Bemühungen seitens 1899, wenigstens mit einem Remis ins entscheidende Spiel gegen Sindelfingen zu gehen, setzten die Freiburger nun geballte Defensive entgegen, um die Chance auf den Einzug zur Süddeutschen Meisterschaft in die Hände des VfL Sindelfingen zu legen.
Gewillt, das kommende Wochenende nicht zuhause, sondern in Ulm zu verbringen geht 1899 hochmotiviert ins entscheidende Heimspiel in zwei Tagen. Die Mädels freuen sich auf zahlreiche Besucher und deren Unterstützung am Mittwoch im St. Leoner Ensinger-Stadion. Auf geht’s Hoffe…!
Für 1899 spielten: Martina Tufekovic, Jana Rippberger, Chiara Müller, Carolin Kraus, Svenja Lüdtke, Sophie Howard, Claire Savin, Tabea Rauschenberger, Jacqueline Claus, Selina Hünerfauth, Leonie Keilbach, Jennifer Schlee, Miriam del Brio, Burcu Emre, Maria Ansmann, Steffi Klug, Tamara Utz, Samira Maaß