Höchster Saisonerfolg
In der 2. Frauen-Bundesliga bleibt an der Tabellenspitze alles unverändert. Die Meisterschaftskandidaten aus Freiburg und Köln gewannen ihre Spiele gewohnt souverän, aber auch Hoffenheim und Crailsheim konnten ihre Aufgaben meistern. Bei der Partie 1899 Hoffenheim gegen den 1. FFC Niederkirchen sahen die 250 Zuschauer in St. Leon-Rot ein von der defensiven Taktik der Gäste geprägtes Spiel. Die Pfälzerinnen standen gut organisiert und ließen keine zwingenden Möglichkeiten zu. Selbst ausschließlich auf Konter lauernd kam aber auch der FFC zu keiner nennenswerten Möglichkeit in der Anfangsphase.
In der 39. Minute konnten sich die Badenerinnen dann endlich die erste gute Chance erspielen. Susanne Hartel und Claire Savin setzten sich schön auf der rechten Außenbahn durch. Savins Pass erreichte Chantal Fuchs im Strafraum, die aber freistehend keinen Druck hinter den Ball bringen konnte.
Noch vor dem Pausenpfiff eine weitere gute Gelegenheit für die Hoffenheimerinnen, doch der Kopfball von Theresa Betz aus kurzer Distanz verfehlte knapp das Tor.
Diese beiden Chancen brachten die Hoffnung auf eine bessere zweite Spielhälfte und die Halbzeitansprache von 1899-Coach Jürgen Ehrmann bewahrheitete sich nach Wiederanpfiff. „Wir müssen Geduld haben, die lassen nach und werden Fehler machen“ – und die Fehlerquote der Gäste häufte sich tatsächlich.
Hattrick von Kristin Götz
Der Druck der Hausherrinnen wurde immer größer und Niederkirchen sah sich immer weiter in den Strafraum gedrängt. Nachdem Laura Krieger im FFC-Gehäuse einen Schuss von Claire Savin in der 52. Minute noch parieren konnte, musste sie wenig später zum ersten Mal hinter sich greifen. Eine Freistoßflanke von links konnte Theresa Betz mit dem Kopf am kurzen Pfosten verlängern, Innenverteidigerin Sophie Howard war zur Stelle und donnerte das Leder aus kurzer Distanz zum verdienten 1:0 in die Maschen (Foto).
Nur kurz zuvor musste die agile Sabine Stoller verletzungsbedingt passen, für Hoffenheims Nummer 10 kam Kristin Götz in die Partie, die einen „Sahnetag“ erwischte.
Nachdem die Gäste drei Minuten nach der Führung noch nach einem Versuch von Claire Savin den Ball von der Linie retten konnten, zappelte dieser zwei Minuten später wieder im Netz. Nach einem Doppelpass mit Chantal Fuchs zog Kristin Götz aus 18 Metern mit links ab und das Spielgerät landete unhaltbar für Krieger im rechten Torwinkel.
Die Niederkirchener Fehlerquote nahm nun mehr und mehr zu, das Team von Torben Meyer kam aber auch zu seiner ersten halbwegs gefährlichen Offensivaktion. Schön freigespielt kam Melanie Weber vor dem Strafraum zum Schuss, doch Kristina Kober kann den Ball mühelos festhalten.
Im Gegenangriff dann die Entscheidung. Wieder ist es Götz, die im Strafraum mit dem Außenrist den Ball gekonnt zum 3:0 verwertet. Gute Chancen folgten nun im Minutentakt und Götz belohnte sich selbst für ihre starke Leistung mit einem lupenreinen Hattrick. Nachdem zunächst FFC-Torjägerin Birgit Bernhart völlig frei an der gewohnt sicher parierenden Kristina Kober scheiterte, machte es Götz auf der Gegenseite besser und erhöhte mit ihrem dritten Treffer auf 4:0.
Den Schlusspunkt setze kurz vor dem Abpfiff die zweite Innenverteidigerin der 1899er. Für die verletzte Christine Schneider nach innen gerutscht, konnte Leonie Pankratz ihre Kopfballstärke unter Beweis stellen, nachdem sie einen Eckball von Chantal Fuchs zum 5:0 Endstand verwertete.
Hoffenheim gelang somit gegen den Mitaufsteiger aus dem Südwesten der höchste Saisonsieg und die Spielerinnen und Trainer freuen sich nun auf das Pokalachtelfinale am kommenden Samstag beim Hamburger SV.
In der 2. Bundesliga geht es am 31. Oktober beim starken Tabellenvierten in Crailsheim weiter. Derzeit haben die Kraichgauerinnen (23 Punkte) sechs Zähler Vorsprung auf den TSV.
Tore: 1:0 Howard (60., Betz), 2:0 Götz (65., Fuchs), 3:0 Götz (71., Fuchs), 4:0 Götz (81., Breitner), 5:0 Pankratz (89., Fuchs)
Hoffenheim: Kober, Breitner, Howard, Pankratz, Hafke, Stoller (58. Götz), Gramlich (74. Demirel), Betz, Fuchs, Savin, Hartel (78. Baumann)
Niederkirchen: Krieger, Reinhold (85. Stahl), Kapetanovic, Egelhof, Hans, Weber, Arcangioli, Bernhart, Diefenbacher (87. Wernert), Konrad, Antonaci (81. Ewald)
Zuschauer: 250