Nur Außenseiterchancen
Am Samstag um 13 Uhr läuten die Teams des Hamburger Sportvereins und der TSG 1899 Hoffenheim das Achtelfinale im DFB-Pokal der Frauen im Hamburger Wolfgang-Meyer-Stadion ein. Für die Kraichgauerinnen kommt es dann zum ersten Pflichtspiel gegen eine Erstligamannschaft überhaupt. Trainer Jürgen Ehrmann sieht trotzdem Außenseiterchancen für sein Team: „Für uns ist die erstmalige Achtelfinal-Teilnahme schon ein großer Erfolg und natürlich gehen wir als krasser Außenseiter in die Partie. Dennoch machen wir aus der langen Reise nach Hamburg keine Kaffeefahrt und wollen versuchen den HSV zu ärgern“.
Dies dann leider ohne Torjägerin Susanne Hartel. Die mit zehn Treffern erfolgreichste Spielerin in der 2. Bundesliga Süd ist im DFB-Pokal noch zwei weitere Spiele gesperrt.
Finalteilnahme 2002
Die Norddeutschen belegen in der 1. Bundesliga derzeit den 7. Tabellenplatz und haben 14 Punkte auf dem Habenkonto. Für HSV-Coach Achim Feifel, der Württemberger ist seit 2005 bei den Hanseatinnen, und sein Team ist ein Weiterkommen ins Viertelfinale gegen den Zweitligaaufsteiger natürlich reine Pflichtsache. Mit Kim Kulig hat der Trainer eine der deutschen Topspielerinnen in seinen Reihen und mit den Stürmerinnen Antonia Göransson (Schweden) und Ana-Maria Crnogorcevic (Schweiz) wurden schon zwei weitere Spielerinnen für ihre A-Nationalmannschaften berufen.
Der größte Hamburger Erfolg im DFB Pokal liegt schon einige Jahre zurück – 2002 schaffte es der HSV bis in Finale, unterlag dort allerdings dem 1. FFC Frankfurt mit 5:0.
Die Hoffenheimerinnen treten die Reise nach Hamburg am frühen Freitagmorgen an. Am Freitagabend freut sich das Team auf den Erstligaknaller HSV gegen Bayern in der Imtech-Arena. Nach einem hoffentlich guten Spiel am Samstag bleiben die 1899er noch eine weiteren Abend in der Elbmetropolo, ehe es dann am Sonntag nach dem Frühstück wieder Richtung Heimat geht. Und wer weiß, im DFB-Pokal hätte nicht das erste Mal ein krasser Außenseiter seine kleine Chance genutzt….