Unnötige Niederlage
Nach dem Hoffenheimer 3:0-Erfolg im Hinspiel und dem 2:1 Sieg in Sindelfingen im DFB-Pokal, konnte sich der VfL am Sonntag revanchieren und die Partie mit 2:1 für sich entscheiden. Aufgrund der 2. Spielhälfte ist der Sieg für die Württembergerinnen auch verdient. Der Rückrundenauftakt in der 2. Frauen Bundesliga ist 1899 somit nicht geglückt, was aufgrund der starken Anfangsphase aber durchaus im Bereich des Möglichen gewesen wäre.
Die 1899er begannen druckvoll und kombinierten sehr gut. Eine tolle Kombination über Kristin Götz, Stephanie Breitner und Jana Gramlich vollendete Veronika Hafke zum 1:0-Führungstreffer.
Auch in der Folgezeit diktierten die Gäste das Geschehen auf dem tiefen und nassen Rasen und ein neutraler Zuschauer stellte für sich einen Klassenunterschied zwischen beiden Teams fest. Einen Freistoß von Hafke konnte Langwisch gerade noch über die Latte abwehren, der folgende Eckball brachte erneut große Gefahr, doch der Versuch von Götz verfehlte knapp das Tor.
Sindelfinger Offensivbemühungen gab es bis dahin nicht, trotzdem kamen die Württembergerinnen in der 20. Minute zum Ausgleich. Nach einem überflüssigen Foul an der Außenlinie, wurde die folgende Freistoßflanke immer länger und länger für 1899-Keeperin Kristina Kober, so dass sie den Ball zu kurz abwehrte und Stefanie Werner zum 1:1 abstaubte.
Hoffenheim zeigte sich aber nicht beeindruckt und drängte auf die erneute Führung. Doch leider traf Breitner nur die Latte und auch der Nachschussversuch von Claire Savin blieb ohne Erfolg. Hoffenheim dominierte weiter das Geschehen und drängte auf das 2:1. Die Führung gelang aber noch vor der Pause den Hausherrinnen. Der zweite Eckball brachte die zweite Chance für Sindelfingen, Spielführerin Susanne Höller gewann das Kopfballduell und der Ball landete unhaltbar für Kober im Netz.
Auf Hoffenheimer Seite konnte man aber zuversichtlich die 2. Halbzeit angehen. Doch Dominanz und ein Klassenunterschied waren nach Wiederanpfiff nicht mehr zu sehen. Mehr und mehr häuften sich die Fehlpässe schon im Spielaufbau und der VfL kam so immer wieder zu gefährlichen Kontermöglichkeiten. Auch die Einwechslungen von Sabine Stoller, Christine Schneider und Michelle Baumann innerhalb von zehn Minuten brachten nicht die erhoffte Wende in dem nun sehr zerfahrenen Spiel.
Chancen zum Ausgleich blieben lange aus und der VfL Sindelfingen hatte sich die Führung mittlerweile verdient. Erst kurz vor dem Abpfiff gab es dann noch mal eine Szene, in der Schiedsrichterin Doris Kausch den Gästen einen Elfmeter und somit die große Chance doch noch einen Zähler mitzunehmen verwehrte. Sabine Stoller war in den Strafraum eingedrungen und wurde durch kein hartes, dennoch aber klares Foul zu Fall gebracht. Leider beurteilte Kausch dies anders und es blieb somit beim für Hoffenheim enttäuschenden und unnötigen 2:1 für Sindelfingen.
Platz 3 verteidigen und sich weiterentwickeln
Aber auch aus solchen Spielen wird das junge Team von Jürgen Ehrmann sein Lehren ziehen und bereits am kommenden Sonntag um 14.00 Uhr gibt es in St. Leon die Chance gegen den FC Bayern München 2 es wieder besser zu machen.
Die Bayern, Sindelfingen und Crailsheim belegen mit 19 Zählern die Plätze 4 bis 6. Hoffenheim hat 24 Punkte auf den Konto und möchte seinen dritten Platz bis zum Saisonende verteidigen.
Tore: 0:1 Hafke (4., Gramlich), 1:1 Werner (20.), 2:1 Höller (36.)
Sindelfingen: Langwisch, Rädle, Loipersberger, Julevic (87. Siegel), Werner, Müller (83. Tieber), Hezel (70. Schwägler), Hoffmann, Dongus, F., Höller, Dongus T.
Hoffenheim: Kober, Rauschenberger (56. Stoller), Howard, Scheel (65. Baumann), Pankratz, Savin, Betz, Gramlich (60. Schneider), Hafke, Breitner, Götz
Gelbe Karte: Werner (76. Foulspiel)/-
Zuschauer: 150