Kein Tor in St. Leon
Mit einem torlosen Unentschieden endete die Partie der Hoffenheimerinnen in der 2. Frauen Bundesliga gegen den direkten Verfolger aus München. 1899 bleibt mit nun 25 Punkten weiter auf Rang 3, gefolgt von Bayern München 2, Sindelfingen und Crailsheim, die alle 20 Zähler auf dem Konto haben.
Bei herrlichem Frühlingswetter im Herbst bekamen die 400 Zuschauer zwar keine Tore, dafür aber ein schnelles Frauenspiel auf spielrisch gutem Niveau zu sehen.
Spielbestimmend waren über 90 Minuten die Kraichgauerinnen, die auch immer wieder zu Tormöglichkeiten kamen. Die beste Chance in der ersten Spielhälfte hatte Sabine Stoller für 1899 nach 24 Minuten. Nach einer Freistoßflanke von der rechten Seite bringen die Münchnerinnen den Ball nicht weg, der Schuss von Sabine Stoller prallte allerdings gegen den Innenpfosten und von diesem in die Arme von Torhüterin Andrea Schlemmer. Claire Savin und Theresa Betz hätten zum Abstauben bereit gestanden (Foto).
Nach dem Wechsel agierten Hoffenheim immer druckvoller, ohne die eigene Defensive zu vernachlässigen. Die Bayern standen aber auch sehr gut und wenn es mal brenzlig vor deren Gehäuse wurde, schlossen die 1899er oft zu ungenau ab und gerade in der Schlussviertelstunde hätte der mittlerweile verdiente Siegtreffer fallen können. 1899-Spielführerin Veronika Hafke verfehlte freistehend aus neun Metern knapp das Tor, Stephanie Breitner traf nach einer Ecke den Ball nicht richtig und fünf Minute vor Spielende konnte eine Münchnerin den Kopfball von Christine Schneider noch von der Linie klären.
„Wenn es trotz aller Bemühungen vorne nicht klappt ein Tor zu schießen, können wir am Ende aber damit zufrieden sein, dass wir kaum Chancen zugelassen haben und keinen Gegentreffer kassiert haben“, resümierte Trainer Jürgen Ehrmann nach dem Spiel.
Nach nun drei sieglosen Spielen geht es bereits am kommenden Samstag zum stark abstiegsbedrohten 1. FFC Frankfurt 2. Die Bundesligareserve ist derzeit Tabellenvorletzter und benötigt jeden Punkt im Abstiegskampf.
Die jungen Hoffenheimerinnen wollen sich auf dem bisher Erreichten nicht ausruhen und sich von Woche zu Woche weiterentwickeln. Ein Sieg bei den Hessinnen täte sicher aber gut.
Hoffenheim: Kober, Rauschenberger, Howard, Pankratz, Hafke, Savin (61. Schneider), Gramlich, Betz, Stoller, Breitner, Götz (65. Baumann)
München II: Schlemmer, Kriegel, Strahl (61. Seidl), Eder B. (46. Kirchberger), Widemann, Radtke, Schedel, Eder J. (68. Fuß), Doppler, Hartmannsegger, Mayr
Gelbe: -
Zuschauer: 400