1899 reist nach Bayern
„So weit kommen wie in der vergangenen Saison und dann mit etwas Glück zu Hause gegen einen Erstligisten spielen.“ So lautet Jürgen Ehrmanns Wunsch für den DFB-Pokal der Saison 2011/12. Letzte Saison marschierten die Frauen von 1899 Hoffenheim bis ins Achtelfinale und schieden dann beim Hamburger SV denkbar knapp mit 0:1 aus. Bevor sich der Wunsch von Cheftrainer Ehrmann erfüllen kann, muss sein Team zunächst die erste Runde überstehen.
Diese führt Hoffenheim nach Bayern. U16-Juniorinnen-Nationaltrainerin Anouschka Bernhard (Foto), Losfee der ersten Runde, loste 1899 Hoffenheim den SV 67 Weinberg zu. „Ich bin froh, dass wir in der ersten Runde nicht wieder auswärts übernachten müssen“, sagte Ralf Zwanziger, nachdem der Gegner feststand und dieser problemlos in knapp zwei Stunden mit dem Bus zu erreichen ist. Die genau Anstoßzeit der Partie, die am 13. oder 14. August ausgetragen wird, legen die Teams in der kommenden Woche fest.
Aufstieg in Weinberg
Die Bayerinnen spielen in der Regionalliga Süd und beendeten die vergangene Saison auf dem dritten Tabellenplatz. Lange Zeit kämpfte die Mannschaft mit dem FFC Wacker München und dem ETSV Würzburg um den Aufstieg in die zweite Bundesliga, den am Ende Würzburg schaffte.
Hoffenheim und Weinberg haben in der Regionalliga schon gegeneinander gespielt. Die besseren Erinnerungen an die Partien, und vor allen Dingen das letzte Aufeinandertreffen, haben aber die Nordbadenerinnen, auch wenn diese ihr Heimspiel in der Saison 2009/10 gegen den SV 67 mit 2:3 verloren haben. In der Rückrunde beim SV Weinberg holte Hoffenheim aber dann die entscheidenden Punkte und feierte auf mittelfränkischem Boden nach einem 3:1 Sieg den Aufstieg in die zweite Liga.
Weinberg, letztes Jahr nicht im DFB-Pokal vertreten, ist in der Auftaktrunde im Pokal kein einfaches Los. Trainer Ehrmann sieht darin aber keinen Nachteil: „Weinberg ist ein ernst zu nehmender Gegner, aber es ist ein guter Test für den Ligastart.“ Dieser ist zwei Wochen später und beginnt mit dem Derby beim 1. FC Niederkirchen.
Neun der zwölf Bundesligisten müssen dank eines Freiloses nicht in der ersten Runde des Pokalwettbewerbs antreten. Einzig der Zehntplatzierte der vergangenen Saison, FF USV Jena, und die beiden Aufsteiger SC Freiburg sowie 1. FC Lok Leipzig dürfen ihre Visitenkarte abgeben. Alle drei treffen auf einen Regionalligisten.
Alle Partien in der Übersicht: 
Gruppe Nord
SG Blau Weiß Beelitz 1912/90 – FFC Oldesloe
FC Riepsdorf – Werder Bremen
1. FFV Erfurt – 1. FC Lok Leipzig
TeBe Berlin – FF USV Jena
TSG Burg Gretesch – Magdeburger FFC
Holstein Kiel – SV Meppen
BW Hohen Neuendorf – Mellendorfer TV
Hallescher FC - FSV Gütersloh 2009
TS Woltmershausen – BV Cloppenburg
SV Wilhelmsburg – 1. FC Lübars
Heidenauer SV – Herforder SV
TSV Jahn Calden – 1. FC Neubrandenburg 04
Gruppe Süd
VfL Kommern – 1. FC Köln
SV Bardenbach – SC Freiburg
VfL Bochum 1848 – 1. FFC 08 Niederkirchen
1. FFC Recklinghausen – ETSV Würzburg
Hegauer FV – 1. FC Saarbrücken
TuS Issel – FV Löchgau
SV Rotweiß Göcklingen – VfL Sindelfingen
SV Weinberg – TSG 1899 Hoffenheim
TB Neckarhausen – Borussia Mönchengladbach
TSV Neckarau – TSV Crailsheim
GSV Moers – SC Sand