Köln kommt zum Topspiel in den Kraichgau
Am siebten Spieltag der zweiten Bundesliga Süd steht für die Frauen von 1899 Hoffenheim ein erstes Topspiel auf dem Programm. Die Kraichgauerinnen erwarten am Sonntag, 23. Oktober um 14 Uhr den 1. FC Köln im Ensinger Stadion in St. Leon. Vor der Partie trennen die beiden Mannschaften sechs Punkte.
Im Gegensatz zu Hoffenheim liegen die Leistungen der Rheinländerinnen unter deren Erwartungen. Zehn Zähler aus sechs Partien sind nicht das, was sich Köln vorgestellt hätte. „Wir rufen momentan noch nicht unser Potenzial ab“, sagte Torhüterin Lena Nuding. Nach zwei Niederlagen und einem Remis in Folge stellte sich am vergangenen Spieltag beim 2:1-Erfolg über den 1. FC Saarbrücken pünktlich zum Topspiel das Erfolgserlebnis wieder ein.
Das Spiel hat für beide Mannschaften laut Trainer Jürgen Ehrmann bereits einen „Endspielcharakter“. Sammelt Hoffenheim die nächsten drei Punkte, wird der Abstand auf den Mitaufstiegsfavoriten auf neun Zähler vergrößert. Bei einer Niederlage ist Köln hingegen wieder voll im Geschehen dabei. „Köln steht vor dem Spiel schon unter Druck“, sagt Ehrmann. Innenverteidigerin Sophie Howard erwartet gegen den FC eine enge Partie: „Sie haben zwar noch nicht die Ergebnisse erzielt, die man von ihnen erwartet hätte, aber das Spiel wird sicher nicht einfach für uns werden.“ Bereits in der vergangenen Saison waren die Spiele zwischen 1899 und Köln enge Angelegenheiten. Im Hinspiel im Dietmar-Hopp-Stadion erkämpfte sich Hoffenheim ein 1:1-Unentschieden, das Rückspiel entschied Köln mit 2:1 für sich.
Geschwächt vor dem Topspiel
Die Trainingswoche verlief allerdings nicht optimal, um sich auf ein Topspiel vorzubereiten. Unter der Woche waren Lena Weiss, Stefanie Zinner, Janina Meißner und Jennifer Schlee mit der deutschen U17-Juniorinnen-Nationalmannschaft unterwegs. Bei zwei Testspielen gegen die Niederlande, bei denen Zinner mit einem Tor erfolgreich war, standen alle vier Spielerinnen jeweils von Beginn an auf dem Platz. Außerdem musste Ehrmann auf einige angeschlagene Spielerinnen verzichten. Darunter Christina Arend, die angeschlagen passen musste. Mit Knieproblemen wurde die 25-Jährige gegen Würzburg ausgewechselt und konnte bisher nur eingeschränkt trainieren. Auch der Einsatz von Theresa Betz ist noch fraglich. Schon am vergangenen Wochenende musste die Mittelfeldspielerin mit einer Kopfverletzung aussetzen.