Vorfreude auf das Spitzenspiel
13. November, 14 Uhr, Ensinger Stadion St. Leon: Die Frauen von 1899 Hoffenheim empfangen zum Gipfeltreffen am neunten Spieltag in der 2. Bundesliga den VfL Sindelfingen. Es geht um die Tabellenführung, mit einem Sieg kann sich eine der beiden Mannschaften absetzen.
„Diese Partie wird sicherlich nicht die Meisterschaft entscheiden. Aber wir werden genau sehen, wo wir stehen“, sagt Trainer Jürgen Ehrmann. Vor dem neunten Spieltag steht Hoffenheim auf dem Platz an der Sonne: 22 Punkte nach acht Spielen und ein Torverhältnis von 29:8. Auch Sindelfingen hat 22 Zähler und liegt nur aufgrund des um ein Tor schlechteren Torverhältnisses auf dem zweiten Rang.
Heimspiel als Vorteil?
Während Hoffenheim das letzte Mal am ersten Spieltag beim 1. FFC Niederkirchen (0:0) Punkte abgeben musste, ist der Punktverlust bei Sindelfingen noch nicht so lange her. Bei Borussia Mönchengladbach drehte der Aufsteiger die Partie nach Sindelfinger Führung, 20 Minuten vor Schluss gelang den Schwäbinnen dann doch noch der Ausgleich. Beide Teams haben zu Hause alle Spiele gewonnen und mussten jeweils auswärts Punkte liegen lassen. Ein Vorteil für Hoffenheim?
Vier seiner sieben gewonnenen Spiele entschied Sindelfingen mit jeweils drei Toren Differenz oder mehr deutlich für sich, drei davon knapp mit 2:1. Mit nur fünf Gegentoren stellt der Verein, der bereits in der 1. Bundesliga gespielt hat, die beste Abwehr der Liga, trifft gegen Hoffenheim allerdings auf den besten Angriff. 28 Mal traf 1899 bereits ins gegnerische Tor, zehn Treffer gehen dabei auf das Konto von Christina Arend.
Eins ist klar: „Keiner wird etwas geschenkt bekommen“, ist sich Ehrmann sicher. Die Vorfreude auf die Partie ist in der ganzen Mannschaft groß: „Wir freuen uns auf das Gipfeltreffen mit Sindelfingen“, sagt der Coach. Lena Weiss stimmt zu: „Wir fiebern alle dem Spiel entgegen. Ich bin zuversichtlich, dass wir gegen Sindelfingen gewinnen können. Die Zuschauer dürfen sich auf ein spannendes Spiel freuen.“
Pankratz fraglich
Die personelle Lage ist noch nicht endgültig geklärt. Noch stehen zwei Trainingseinheiten aus. Eine kleine Chance auf einen Einsatz besteht bei Susanne Hartel. Nach ihrer Knieverletzung im Spiel gegen den 1. FC Köln ist die Angreiferin noch nicht wieder vollständig fit, Trainer Ehrmann hofft aber auf einen Kurzeinsatz. Annika Eberhardt muss das Spitzenspiel als Zuschauerin verfolgen. Mit ihrem Syndesmosebandriss fällt sie voraussichtlich noch bis nächstes Jahr aus. Fraglich ist der Einsatz von Leonie Pankratz. Die Abwehrspielerin knickte beim Spiel in Frankfurt unglücklich um und musste ausgewechselt werden. Aber auch hier besteht noch Hoffnung und ein Einsatz ist noch nicht ganz ausgeschlossen.