Wiedergutmachung im Rheinland
Die Enttäuschung nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen den VfL Sindelfingen war groß, die Fehler wurden unter der Woche analysiert und der Blick wird wieder nach vorne gerichtet. Am Sonntag, 20. November um 14 Uhr ist 1899 Hoffenheim am zehnten Spieltag der 2. Bundesliga beim SC 07 Bad Neuenahr II zu Gast.
Bereits vor drei Wochen hat Hoffenheim den Rasen im Apollinarisstadion getestet und musste diesen als Verlierer verlassen. Im DFB-Pokal gegen die erste Garde Bad Neuenahrs verlor 1899 mit 1:3. In der 2. Bundesliga gilt die Truppe aus dem Kraichgau als Favorit. Der Gegner spielt seine erste Zweitligasaison, ist aus der Regionalliga Südwest in die zweithöchste deutsche Spielklasse aufgestiegen. Seit zwei Spieltagen ist die Elf von Trainer Karl-Peter Stümper ungeschlagen und konnte gegen den stärksten Aufsteiger Borussia Mönchengladbach mit 2:0 gewinnen. In der Tabelle rangiert Bad Neuenahr momentan auf dem achten Platz, drei Punkte vor dem Relegationsplatz. Umstellungen könnte es bei Bad Neuenahr geben, da die erste Mannschaft spielfrei ist.
Startelfänderungen möglich
Umstellungen im Vergleich zu den vergangenen Partien sind auf Seiten der Hoffenheimer durchaus denkbar. Trainer Jürgen Ehrmann war mit der Leistung einiger Spielerinnen nach dem letzten Spiel nicht zufrieden. Doch auch auf der Bank sitzen Akteurinnen, die heiß darauf sind, auf dem Platz zu stehen. Ehrmann kündigt an: „Wir haben eine ausgeglichene Mannschaft und eine gute Bank. Wer sich aufdrängt, wird seine Chance bekommen.“ Selbst wenn das Offensivspiel der Hoffenheimerinnen wieder wie gewohnt gut funktioniert, werden sie es nicht leicht haben, ein Tor zu erzielen. Bad Neuenahr stellt mit nur neun Gegentreffern die zweitbeste Defensive der Liga, in den vergangenen beiden Spielen kassierte der SC kein Gegentor. Das weiß auch Ehrmann: „Die befinden sich im Aufwind und haben zuletzt kaum Gegentore bekommen.“
Trotz der Niederlage blickt Ehrman dem Spiel im Rheinland positiv entgegen. "Wir haben verloren, deshalb verlieren wir aber nicht den Glauben an unsere Stärken", sagt Ehrmann und fügt hinzu: "Die Mannschaft kann jetzt beweisen, dass sie auch nach Niederlagen als Einheit auftritt."
Als einzige Spielerin fällt Annika Eberhardt aufgrund ihres Syndesmosebandrisses definitiv aus. Ob es weitere Ausfälle gibt, ist offen. Noch stehen zwei Trainingseinheiten aus und der endgültige Kader wird erst nach dem Abschlusstraining bestimmt werden. Nach ihrer Verletzungspause und ihrem 45-minütigen Einsatz am vergangenen Spieltag, konnte Susanne Hartel unter der Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.