Spiel um Platz 3 in Sinsheim
Vier Spiele der FIFA Frauen-WM vom 26. Juni bis 17. Juli 2011 – drei Gruppenspiele und das „kleine Finale“ um Platz drei – werden in Sinsheim ausgetragen. Dies beschloss das FIFA-Exekutivkomitee am Freitag, 20. März 2009, in Zürich. Das höchste Gremium des Fußball-Weltverbandes folgte damit dem Vorschlag des deutschen WM-Organisationskomitees. Die Spieltermine stehen bereits fest. Die Endrundenauslosung, bei der die endgültigen WM-Paarungen ermittelt werden, ist für Dezember 2010 vorgesehen.
Wer wird als den Gruppen zugelost
Schon in der Vorrunde kann sich Sinsheim auf den Auftritt eines top-gesetzten Teams freuen. Neben Deutschland (A1) werden weitere drei Top-Teams (jeweils Kennziffer 1) bei der Endrundenauslosung als Gruppenköpfe gesetzt und ihnen jeweils drei der übrigen zwölf Teams zugelost. Höhepunkt der vier WM-Festwochen im Kraichgau dürfte mit Sicherheit das Spiel um die Bronzemedaillen beim „kleinen Finale“ am 16. Juli 2011 werden.
Die Daten für die Spiele in Sinsheim:
Samstag, 26. Juni 2011: Vorrunde Gruppe A: A3 – A4
Samstag, 02. Juli 2011: Vorrunde Gruppe C: C1 – C3
Dienstag, 05. Juli 2011: Vorrunde Gruppe B: B2 – B3
Samstag, 16. Juli 2011: Spiel um Platz drei
Bis vor wenigen Jahren wussten nur Intimkenner der Fußballszene mit der TSG Hoffenheim oder der Stadt Sinsheim etwas anzufangen. Dass hat sich grundlegend geändert, spätestens seit die Mannschaft aus der kleinsten Bundesliga-Stadt in den größten Stadien die etablierten Bundesligisten arg ins Schwitzen bringt. In Deutschland wurde die Marke Hoffenheim binnen kürzester Zeit ein Begriff. Und seit sich die Region mit dem Zentrum Sinsheim erfolgreich als Spielort für die FIFA Frauen WM 2011 bewarb, ist Hoffenheim/Sinsheim auf dem besten Weg auf der Weltkarte des Fußballs einen Platz zu finden. Der einzige Kandidat aus Baden-Württemberg verwies in seiner Bewerbung auf die moderne Infrastruktur des kürzlich seiner Bestimmung übergebenen Stadions, das große Engagement in der Kinder- und Jugendförderung rund um das nach dem Gönner Dietmar Hopp benannte Sportzentrum und nicht zuletzt auf den sportlichen Höhenflug des Bundesliga-Aufsteigers.
„Der Zuschlag ist“, so betonte DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, „auch ein Ausdruck der Anerkennung für all das, was sich mit Dietmar Hopp in der Region um den Fußball bewegt. Hier wird die gesamte sportliche Infrastruktur erneuert und auf eine moderne Basis gestellt.“
„Konzept einzigartig"
Das gilt nicht nur für den Jugend- oder den Männerbereich, das überträgt Steffi Jones, die Chefin des Organisationskomitees für die Frauen-WM 2011, auch auf den Frauenfußball: „Das Konzept des dort entstandenen und sich ständig entwickelnden Dietmar-Hopp-Zentrums zur Förderung des Frauen- und Mädchenfußballs ist im sportlichen wie im persönlichen Bereich einzigartig.“ Kein Wunder, dass Dietmar Hopp selbst fest daran glaubt, dass das Frauen-Team der TSG 1899 im Jahr 2011 ebenfalls in der Bundesliga spielen wird.