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Freitag, 25. Mai 2012
       
   

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FreizeitSaisoneröffnung am Mädchen-Förderstützpunkt St. Leon-Rot

Fußball mit Köpfchen!

Mädchen, Mädchen... Kürzlich war G. G. Anderson in der Nähe von Heidelberg. Genauer gesagt in St. Leon-Rot. Der Schlagersänger war zwar nicht leibhaftig in die Metropolregion Rhein-Neckar gekommen. Gerd Grabowski, wie Anderson mit bürgerlichem Namen heißt, trällerte aber seinen 86er-Hit „Mädchen, Mädchen“ via Lautsprecher übers Sportgelände des VfB St. Leon. Eine gute Wahl. Discjockey Rainer Kraft hatte den Ohrwurm allein schon deshalb abspielen müssen, weil in dem von Sehnsucht und Träumen die Rede ist.

Träume! Ja, die haben sie in der knapp 13.000-Seelen-Gemeinde St. Leon-Rot. Idyllisch liegt es, das Sportgelände des VfB, einem Kreisliga-Klub von Heidelberg. Das gibt es nicht alle Tage, dass DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger (Bild, links) bei einem 500 Mitglieder zählenden Fußballverein aufkreuzt. Doch dieser Sonntag war kein normaler Fußballsonntag. Der Förderstützpunkt Jugendsport hatte zur Saisoneröffnung ins Waldstadion St. Leon geladen. Mit dabei: rund 100 Mädchen- und Frauen-Fußballerinnen der TSG 1899 Hoffenheim.

Was passiert da in St. Leon-Rot?

Es muss etwa zwei Jahre her sein. Da plauderte Theo Zwanziger mit Dietmar Hopp im unweit entfernten Zuzenhausen. Anlässlich der Eröffnung des Dietmar-Hopp-Jugendförderzentrums gab der DFB-Boss dem Gründer des Softwareunternehmens SAP mit auf den Weg „wo denn der Mädchen- und Frauenfußball bleibe?“. Der Heidelberger Hopp, 67, betraute Anton Nagl (Bild, rechts) mit dem Projekt und ließ eine Hand voll hauptamtlich Beschäftigte des Förderstützpunkts Jugendsport die Fäden ziehen. Mit der Folge, dass zum Jahresende hinter dem St. Leoner Sportgelände die Bagger anrollen. Einer der größten Erfolge schon vor dem ersten Spatenstich: statt der ursprünglich in Aussicht gestellten Container, die von den Eishockey-Adlern aus Mannheim geholt werden sollten, entschied man sich für die zukunftsorientierte Maßnahme, angelehnt an das bestehende Jugendförderzentrum im nahe gelegenen Walldorf. Bis im Frühjahr 2008 entsteht neben zwei Sportplätzen mit Flutlicht ein Funktionsbau.
Die „offenen Häuser“ in der Metropolregion Rhein-Neckar sind zentrale Treffpunkte für den Informationsaustausch und bieten den jugendlichen Sportlern und ihren Familien eine ideale Kommunikationsplattform. Einrichtungen in Zuzenhausen und Walldorf  bestehen bereits. Anton Nagl, der Vorsitzende des Förderstützpunkts Jugendsport, sieht sein Team auf dem richtigen Weg: „Im Fokus steht die ganzheitliche Betreuung der Jugendlichen. Wir wollen mehr sein als rein sportliche Unterstützung. Schule, Beruf, Soziales, Kultur und Kunst werden mit dem Sport in Einklang gebracht.“

Ein schönes Fest bei tollem Wetter

Zurück zur Saisoneröffnung: Der VfB St. Leon sorgte für eine ausgezeichnete Verpflegung und Moritz Werz, seines Zeichens ehrenamtlicher  Moderator, für die gute Stimmung unter den zahlreichen Gästen. Zu Beginn wurden die Mädchen- und Frauenmannschaften mit ihren Trainern vorgestellt, bevor es zu zwei tollen sportlichen Auseinandersetzungen kam (siehe Sportnews). Die Halbzeitpausen rundeten zwei weitere Highlights ab. In der des ersten Spiels zeigten die Astoria Störche, eine Karnevalsgesellschaft aus Walldorf (Bild mit Moritz), zwei tolle Tanzeinlagen. Die nächste Halbzeitunterbrechung  wurde zur Ziehung der Tombolagewinner genutzt.
Die Glücklichen erfreuten sich unter anderem über den Hauptpreis, eine Ballonfahrt und über ein signiertes Trikot der Frauen Nationalmannschaft, welches der DFB-Präsident persönlich mit nach St. Leon-Rot brachte. Am meisten freuen werden sich aber sicher die Kinder von "Smile". Der Erlös der Tombola kommt dem Verein zugute, der sich besonders um die Integration behinderter Kinder bemüht.
Ein tolles Fest bei sonnigem Wetter ist zu ende. Träume bleiben in St. Leon und bei den Mädchen und Frauen von 1899 Hoffenheim aber weiterhin bestehen. Sportlich will man ganz nach oben. Nicht nur hierfür bietet der Förderstützpunkt die idealen Voraussetzungen. Auch in schulischen und beruflichen Belangen, sowie durch soziale und kulturelle Maßnahmen, sollen und wollen die Mädchen und jungen Frauen viel fürs Leben hinzu lernen.

 

                     

erstellt am 07.09.2007 von News Autor

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